Dieser Begriff definiert sich nicht nur durch eine nachhaltige Wertschöpfung oder durch die erbrachten wirtschaftlichen Leistungen, sondern ist tatsächlich auch ein Spiegel für stabile Geld- und Arbeitskreisläufe sowie wahren Umweltschutz. Seit 1990 leben wir den Strukturwandel vom Arbeiter- und Bauern-Staat in eine durch die Neoliberalisierung geprägte Konsumgesellschaft, welche dem Trugbild der Globalisierung erlegen ist. Denn solange wie es nur darum geht, global zu kapitalisieren, werden wir den wahren Wert der Globalisierung bzgl. der Vielfalt der Kulturen in gegenseitiger Akzeptanz nicht leben können.

Ein schneller, höher und weiter,

welches von dezentralen Lagern und Unternehmen ohne Fertigungstiefen, vom Zulieferverkehr und deren Ressourcen abhängig ist, kann kein Garant für eine nachhaltige Wertschöpfung und damit einen wirtschaftlich, sozial und ökologisch gesunden Landkreis sein. Die Vorteile, eine Region durch den Erhalt des kleinen bis mittleren Kapitalkreislaufes vor Ort zu stärken, begründen sich durch eine enge Vernetzung von Erzeugung und Handel, von Arbeit und Löhnen, von Konsum und Investitionen.

Dies ist besonders wichtig, um eine Region mit vergleichsweise schwacher Infrastruktur zu stärken und heimisch nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Weitere Vorteile von regionaler Wertschöpfung wären Transparenz und Identität. Man kennt die Produktionsstätten, die Menschen und derer erbrachte Qualität. Erfolgreiche Menschen wissen, dass harte Arbeit und Beharrlichkeit pures Talent zu jeder Zeit schlägt. Daher bin ich mir der Tatsache bewusst, dass dieser Prozess des Wandels nicht über Nacht geschehen wird, sondern Engagement und Zielfokussierung verlangt. 

Da der Strukturwandel und Modernisierungsprozess der ostdeutschen Wirtschaft zuallererst ein radikaler Deindustrialisierungsprozess war, verbunden mit einem massiven Beschäftigungsabbau und -umbau, gilt es jetzt, den Puls einer Region wieder zu stabilisieren. Dies ist und bleibt der Mittelstand. Lassen Sie uns bewusst regional leben, um Stück für Stück eine regionale Infrastruktur als Basis für einen gesunden Landkreis zu schaffen.

„Ich freue mich auf ihre Stimme und Unterstützung bei der Wahl zum Landrat 2022“