Geschichten die das Leben schreibt.

Manchmal sind es besondere Momente im Leben in denen wir Wertschätzung erfahren. Wertschätzung, die wir auf unterschiedlichste Art und Weise erleben dürfen. Wertschätzung, die wir von Dritten erhalten.

2013 verlieh mir Herr Steller, ein amerikanischer Bürger, den Ehrentitel eines Dr. h.c. Dies unerwartet und ungeachtet der Tatsache, dass ich mir persönlich nichts aus Titeln mache, war es doch eine Wertschätzung.

2015 dann, als mein erstes Buch erscheinen sollte, riet mir meine damalige Werbeagentur, du kannst mit allen Pfunden glänzen. Lasse uns deinen Titel mit im Vorwort aufnehmen und fange an diesen zu führen. Gesagt, getan. Entsprechend wurden damals alle Briefköpfe und Emails angelegt. Gleichlautend auch im Signet meines Buches mit dem Kürzel Dr., jedoch ohne den Zusatz h.c. (honoris causa) sprich Doktor ehrenhalber, auf der Seite des Vorwortes, im gedruckten Werk und auf den Briefköpfen / Emails vermerkt, verlegt und versendet.

Im Jahr 2016 wurde ich durch einen Bürger auf die Besonderheiten zur Führung eines Ehrentitels hingewiesen. Dank dieser Kenntnis, lies ich das gedruckte Werk auch nach dem Erscheinen vom Markt nehmen. Alle Drucksachen wie Briefköpfe und Anschreiben wurden ebenfalls aus dem Umlauf genommen. Ein, nicht nur, finanzieller Aufwand, den ich seinerzeit unter Lehrgeld verbuchte.

Leben bedeutet sich entwickeln. Entwickeln, aus Erfahrung lernen.

Das eine digitale Version dieser alten Buchfassung, temporär, noch über meinen Webserver abgerufen werden konnte, war ein Fehler. Ein Fehler, zu dem ich stehe. Fehler zu machen ist menschlich, aus Fehlern zu lernen, wertvoll. So schmeichelnd ein Ehrentitel auch ist, entschloss ich mich so auch seit 2016 bei all meinen künftigen Publikationen von diesbezüglichen Verwendungen oder Hinweisen abzusehen.

Heute bin ich froh diese Erfahrung teilen zu können.

> Wer reinhören möchte.. hier mein Interview im „Audio O-Ton“ auf der Webseite von Radio Lausitz.

Nachtrag / 13.05.2022:

Vielen Dank an Radio Lausitz,

insbesondere den dortigen Redakteur Knut-Michael Kunoth, für seine offenen, sachlichen Fragen, die ich sehr gerne beantwortet habe. Es war schön erleben zu dürfen, welchen Stellenwert neutraler Journalismus hat.

Schön, wenn wir uns nun wieder, mit klarem Blick nach vorn, den relevanten Sachfragen und Belangen für unseren Landkreis widmen. Denn dies erwarten die Bürgerinnen und Bürger und deshalb trete ich schließlich als Landratskandidat an.

Herzliche Grüße
Ihr Tobias Jantsch