Ein sorbischer Gruß und aufmunternder Aufruf zugleich.

Frage der sorbischen Zeitung:
Weshalb, Herr Jantsch, treten Sie auch beim zweiten Wahlgang als Landratskandidat an?

Weil es uns ver“eint“..

Ich schätze die Verbundenheit der sorbischen Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf gelebte Traditionen. Zu einer dieser zählt sicherlich, dass sie seit vielen Jahren die Christlich Demokratische Union wählen. Eine Verbundenheit, die sich seither wohl eher der Partei, weniger jedoch an der für diese antretenden Person orientiert.

Die Zeiten haben sich geändert und mit ihr auch die Person/en, Zielsetzungen oder Möglichkeiten überfällige Veränderungen wirklich herbeizuführen oder Parteibuch geführt herbeiführen zu wollen.

Eine nur 47 % Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang ist für mich Ansporn genug noch einmal so viele Menschen wie möglich an die Wahlurne zu rufen. Im zweiten Wahlgang haben wir noch einmal gemeinsam die Möglichkeit zu hinterfragen, weshalb sich so wenige Bürgerinnen und Bürger mit der regionalen Politik beschäftigen. Allein dies ist für mich schon Grund genug, noch einmal anzutreten. Wenn man etwas verändern möchte, genügt es nicht auf altbewährte Traditionen zu vertrauen. Vielmehr gilt es für diese einzustehen. Nicht als stiller Beobachter, sondern gemeinsam mit einer Stimme.

Das sorbische Volk ist vielen von uns Vorbild

Ein Vorbild, wenn es um Gemeinschaft und den Wunsch nach Veränderung geht. Gemeinsam, im Schulterschluss mit Menschen, die für ihre Rechte und Generationen einstehen. Menschen, mit all ihren Stärken, Werten und vielleicht auch Schwächen.

Nicht als stiller, verharrender Beobachter, sondern gemeinsam. Gemeinsam, auch im Ring eines Wahlkampfes. Ein wegweisender Ring, für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises und dies über alle 12 Runden. Dabei geht es nicht nur darum, ob man gewinnt, sondern wie und mit welcher Überzeugung man kämpft um für seine Ziele einzustehen.

Dem Wunsch nach mehr Bürgernähe und Sachpolitik.

Dankbar und voller Wertschätzung,

freute es mich erleben zu dürfen, für wie viele Sorben ich bereits seit meinem ersten Wahlgang eine ernst zu nehmende Alternative bin. Ihrer Alternative um eingefahrene Strukturen aufzubrechen. Auch wenn ein eingestandener Fehler, aus dem Jahr 2016, nach Jahren gerade jetzt im Wahlkampf aufgegriffen und thematisiert wurde. Vielen Dank. Aber auch das ist nun mal Wahlkampf.

Leben bedeutet sich entwickeln. Entwickeln, aus Erfahrung lernen.

Ich weiß wie wertvoll es ist, Menschen mit all ihren Stärken, Werten und gemachten Erfahrungen zu betrachten. Erfahrungen und Erkenntnisse, mit denen ich sehr gerne für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung stehe.

Eine wertschätzende Verbundenheit, mit der die sorbischen Bürgerinnen und Bürger auf mich bauen können. Gemeinsam, verbunden durch den Tatendrang nun wichtige Veränderungen einläuten zu wollen.

Ich freue mich erneut auf ihre Unterstützung, liebe Sorbinnen und Sorben. Sie, wir haben die Wahl Ihrem Wunsch nach Veränderung noch einmal Ausdruck zu verleihen.

Parteilos, mit mir als Ihrem neuem Landrat.
Gemeinsam, durch ihre Stimme am 3. Juli.

Ihr Tobias Jantsch